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Wohnquartier bestehend aus 3 Gebäudebereichen und zusammenhängender Tiefgarage

Scharnhauser Park, Ostfildern

Leistungen: Lph 1 – 4 + gestalt. Begleitung

Wohnfläche: ca. 8.230 m²

Bruttorauminhalt: ca. 47.000 m³

Anzahl Wohnungen: 83

Anzahl Stellplätze: TG mit 92 Stpl.

Bauherr: Hofkammer des Hauses Württemberg + HKPE Hofkammer Projektentwicklung GmbH

Entwurfsbeschreibung

Ort und Leitgedanke

Das Projekt befindet sich in der geplanten Stadterweiterung „Scharnhauser Park“ in Ostfildern. Die Anlage kennzeichnet sich durch eine Mischung aus einer städtischen Blockrandbebauung und einem ländlichen Flair, welches insbesondere durch die große Landschaftstreppe in das Gebiet getragen wird, die den weiten Blick bis hin zur schwäbischen Alb ermöglicht. Nahezu überall ist die ländliche Umgebung durch Achsen in der Umgebung spürbar. Dieses städtisch-ländliche Flair bestimmte den Grundgedanken des Entwurfs. Ziel des Projektes war es demzufolge diese Atmosphäre der Umgebung den Bewohnern bis hin zum Blockinnenraum erlebbar zu machen und so zu deren Wohnqualität beizutragen. Folglich wurde der Blockinnenraum mit dem Außenraum zu verzahnt, ein Innenraum geschaffen der die ländliche Umgebung atmet. Dies wird bewerkstelligt durch die Aufgabe orthogonaler Raumkanten im Innenbereich, welche den Blick leiten in die Umgebung und ein ländliches Gefühl von einem offenen Raum kreieren. Dadurch entstehen fließende Übergänge zwischen Innen und Außen. Somit bleiben die Natur und die Umgebung spürbar und eine „Chimäre“ zwischen städtischer Blockrandbebauung und ländlichem Flair wird geschaffen, welche ein gewisses Urlaubsflair vermitteln kann.

Städtebaulicher Entwurf

Um diese Atmosphäre zu schaffen wurde der Block in nur 3 maßstäbliche Baukörper gegliedert, welche längere Raumkanten ermöglichen. An den Grenzen wurde der Block entsprechend des Rahmenplans bewahrt und nachgezeichnet, während im Innenraum die nicht-orthogonalen Raumkanten den Raumfluss ermöglichen. So entstehen behutsame Öffnungen und Orientierungen zu den angrenzenden Bereichen. Dies ermöglicht vielfältige Blickbeziehungen und interessante Raumübergänge. Die angrenzenden qualitätsvollen Außenbereiche, wie z.B. die Landschaftstreppe, werden so in das Gesamtkonzept eingebunden. So ergeben sich sowohl die klassische Blockstruktur, als auch fließende Übergänge zwischen dem öffentlichen, halböffentlichen und privaten Raum. Durch die schrägen Raumkanten wird gleichzeitig das Gefühl von Dichte abgemildert, welches die ländliche Wohnqualität zusätzlich unterstützt. Trotz aller Offenheit sind die schrägen Raumkanten so angeordnet, dass die Intimität des Innenbereichs bewahrt bleibt. Die Grundrissorientierungen gemäß Süd/Südwest ermöglichen ebenfalls ein Wohnen mit der Natur. Die innenliegende begrünte Freifläche lässt die Baukörper als blockbegrenzende Bausteine wirken und bildet im Zusammenspiel mit den Baukörpern abwechslungsreiche, maßstäbliche Räume.

Fassadengestaltung

Die Fassadengestaltung entspricht dem beschriebenen Prinzip, d.h. die Fassaden wirken gleichwertig nach allen Seiten und unterstützen den oben beschriebenen fließenden Raum. Der Charakter einer Vorder- und Rückseite wird so vermieden. Die Großzügigkeit der Baukörper wird durch die horizontale Ausbildung der Fassade gewahrt und gleichzeitig durch plastische Elemente gegliedert und strukturiert. Die Einbindung der Balkone in die Kubatur – als nicht vor diese gestellte Elemente – entspricht dem Prinzip der Ausbildung eines formal klar ablesbaren Baukörpers. Die Balkone werden in die Gesamtfigur integriert und somit die Klarheit der Raumkanten gewahrt. Dieses beschriebene Prinzip liegt allen Gebäuden gleichermaßen zugrunde. Unterstützend zur klaren und horizontalen Kubaturgliederung der Fassade wurde diese durch versetze weiße Rahmen angereichert, die das Gefühl des Raumflusses entsprechend dem Leitgedanken unterstützen.

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